© 03.12.2001 Bauernlädchen Volz,
Gross Bieberau, Germany

Schlachtbetrieb

Seit Inbetriebnahme des Schlachthofes in Brensbach 1997 lassen wir unsere Tiere dort schlachten. Es handelt sich hierbei um einen EG-Schlachthof, der nach höchsten Hygienerichtlinien betrieben wird. Wir haben uns von Anfang an an diesem Projekt beteiligt, da absehbar war, dass die strenger werdenden Auflagen hinsichtlich eines eigenen Schlachtbetriebes zukünftig nur noch durch die Errichtung eines neuen Schlachtraumes zu erfüllen gewesen wären. Nicht zuletzt ist es auch im Sinne der Bauern, Metzger und Verbraucher einen regionalen Schlachthof im vorderen Odenwald zu haben.

Wir liefern unsere Schweine bereits samstags im Schlachthof an, wo sie eingestallt werden. Somit wird gewährleistet, dass die Tiere montags ausgeruht zum Schlachten geführt werden können. Modernste Betäubungstechnik, wie sie in einer normalen Metzgerei nicht zu finden ist, trägt zu einer stressfreien Schlachtung bei, was sich auch auf die Fleischqualität positiv auswirkt. Um eine Verwechslung der Tiere auszuschließen, werden die Schweine im Schlachthof mit einer Tätowiernummer gekennzeichnet. Dem Großvieh wird nach Anlieferung eine laufende Nummer zugeteilt, die sich nach dem Schlachten auf dem Schlachtkörper wiederfindet zusammen mit dem Namen der Metzgerei. Die Schweinehälften werden von uns direkt nach dem Schlachten hängend in einem eigens dafür angefertigten Anhänger nach Hause transportiert, die Rinderhälften holen wir erst nach einer Auskühlzeit von ca. 1-2 Tagen abgeviertelt ab. Die Weiterverarbeitung erfolgt dann in unseren hofeigenen Verarbeitungsräumen.

Unser Sortiment umfasst Fleisch- und Wurstwaren aus eigener Herstellung. Es werden keine Fleischteile zugekauft; einzige Ausnahme sind allerdings in den Sommermonaten Kammstücke für Grillsteaks, da wir aufgrund der großen Nachfrage nicht in der Lage sind, den Bedarf an diesem Artikel vollständig durch eigenes Fleisch zu decken. Diese Kammstücke beziehen wir vom Schlacht- und Zerlegebetrieb Arras in Brensbach (Schlachthof), welcher ausschließ-lich Odenwälder Tiere schlachtet.

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AUFZUCHT UND FÜTTERUNG

Schweine

Unsere Ferkel, die wir von verschiedenen Betrieben mit einem Lebendgewicht von 25 - 30 kg beziehen, werden von uns bis zur Schlachtreife im Einstreustall aufgezogen. Wir füttern nur hoch-wertiges Getreide, das in unserem Betrieb selbst angebaut wird, sowie Mineralfutter (ohne Zusätze wie synthetischen Wachstums-förderer, Hormone oder Antibiotika) und als Eiweißlieferant Soja-schrot. Manchmal reichen jedoch unsere Bestände nicht aus, so dass wir Schweine von dem Betrieb Georg Schuchmann, Ober-Kinzig, zukaufen, der die Schweine nach den Richtlinien des Gütesiegels “Odenwaldfleisch” mästet. Dadurch bedingt wird auch in diesem Betrieb weder Fertigfutter (in dem vor BSE für gewöhnlich Tierkörpermehl enthalten war) noch Schweinemineral-futter mit obengenannten Zusätzen verfüttert.

Bullen

Mit Beginn des Rentenalters unseres Seniorchefs Hartmut Volz im Frühjahr 2005 haben wir einige betriebliche Änderungen vor-genommen. Da von nun an der Mittelpunkt des Betriebes die hofeigene Metzgerei ist, haben wir die Milchproduktion eingestellt, um ca. 70 Bullen halten zu können. Somit können wir voraus-sichtlich den Eigenbedarf an Rindfleisch zu über 100 % decken.

Die Bullenkälber (schwarzbunte Rasse) beziehen wir im Alter von ca. 14 Tagen von uns bekannten Landwirten aus der näheren Umgebung. Diese Rasse zeichnet sich durch sehr kurzfaseriges Fleisch aus, das bei der Zubereitung besonders zart wird.

Die Fütterung unserer im Laufstall gehaltenen Bullen erfolgt nur mit Gras, Mais und Getreide, das von uns selbst angebaut wird, sowie Sojaschrot als Eiweißausgleich. Das zugefütterte Mineralfutter enthält ebenfalls weder Tierkörpermehl noch Zusätze wie Antibiotika, Hormone oder synthetischen Wachstumsförderer.

 

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